Alles rund ums Backen

Wissenswertes

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Materialkunde Allgemein

Bei Backformen denkt man traditionell meist an Formen aus Metall. Hierbei dominieren ganz klar Schwarz- und Weißblech, aber auch Formen aus Keramik, Emaille, Glas oder Silikon sind im Markt zu finden. Doch wodurch unterscheiden sich diese und welche sind am besten für den jeweiligen Anwendungsbereich geeignet?

Schwarzblech

Schwarzblech ist DAS Material, wenn es um Kuchenformen geht – denn in ihm backt der Teig gleichmäßiger aus als in Weißblech und zudem ist es günstig in der Anschaffung. Formen aus Schwarzblech gibt es für verschiedene Gebäcke und Anlässe – sie überzeugen neben ihrer einfachen Handhabung dadurch, dass sich Backwaren meist einfach lösen lassen – vor Gebrauch sollte die Form allerdings etwas eingefettet werden. Nach Benutzung sollte die Form von Hand gespült werden – außerdem sollte auf den Einsatz von scharfkantigen Küchenhelfern verzichtet werden, um das Material zu schonen.

Weißblech

Weißblech – im Gegensatz zu Schwarzblech – ist nicht säurebeständig, also nicht für Obstkuchen oder Ähnliches geeignet, hat keine teigabweisende Schicht wie beispielsweise Teflon und ist zudem rostanfälliger. Daher sollten Formen und Bleche aus Weißblech vor Gebrauch immer gut eingefettet werden, damit man die Backwerke später lösen kann. Außerdem empfiehlt es sich, das Blech nach der Reinigung per Hand direkt richtig abzutrocknen, um so die Rostentstehung zu minimieren. Die Vorteile von Weißblech sind neben einer langen Haltbarkeit vor allem der günstige Anschaffungspreis und das geringe Gewicht. Auch hohen Temperaturen hält Weißblech stand – hierbei kann der Einsatz von Alufolie auf dem Kuchen Verbrennungen der Oberfläche verhindern und so für optimale Garergebnisse sorgen.

Glas

Backformen aus Glas sehen nicht nur gut aus, sie ermöglichen durch ihr Material auch einen ständigen „Blick nach innen“, sodass der Fortschritt beim Backen von außen beobachtet werden kann. Vor allem bei Hefeteigen oder Obstkuchen ist dies ein toller Vorteil. Allerdings brauchen Kuchen meist etwas länger zum Garen, da Glas an sich schlechter die Wärme leitet als andere Materialien. Nach Gebrauch lässt sich die Form allerdings einfach in der Spülmaschine reinigen. Hinzu kommt die Unempfindlichkeit gegenüber Kratzern – ein Sturz auf den Boden kann hingegen schnell schlecht ausgehen – auch, wenn das Glas etwas dicker und robuster als normales Haushaltsglas ist.

Emaille

Backformen aus Emaille sind optisch ein echtes Highlight und überzeugen durch ihren nostalgischen Charme. Zudem sind sie langlebige und gute Wärmeleiter, was jahrelang für tolle Backergebnisse sorgt. Hierbei reicht ein leichtes Einfetten aus, um die Backwerke ohne Probleme lösen zu können. Nach Gebrauch können die schweren Formen in der Spülmaschine gereinigt werden. Stöße verträgt Emaille nicht gut, daher ist ein vorsichtiger Umgang unerlässlich. Zudem sind Emaille-Formen deutlich teurer als Blechformen.

Keramik

Keramik-Backformen sind echte, langlebige Hingucker, die Jahrzehnte lang ohne Qualitätsverlust eingesetzt werden können. In ihnen lassen sich durch ihr ansprechendes Äußeres Backwerke nicht nur zubereiten, sondern auch direkt servieren. Allerdings leiten sie durch ihre etwas dickeren Wände die Wärme deutlich langsamer als andere Formen und können am besten bei etwas niedrigerer Temperatur und gleichzeitig längerer Backzeit eingesetzt werden.

Silikon

Silikon überzeugt durch seine Flexibilität, lässt sich schnell reinigen und sehr platzsparend lagern. Aus Silikonformen lassen sich Backwerke einfach so herauslösen, da sie beweglich sind. Auch die anschließende Reinigung ist denkbar einfach, denn die Formen dürfen in die Spülmaschine. Beim Befüllen braucht es allerdings etwas Übung, da die Formen nachgeben. Hier empfiehlt es sich, die Formen direkt auf einem Backblech oder –gitter stehend mit Teig zu füllen. Generell benötigen Silikonbackformen kein Fett, denn ein Ausspülen mit kaltem Wasser sorgt dafür, dass sich die Poren der Form zusammenziehen und sie eine perfekte Anti-Haft-Wirkung entwickelt. Daher lassen sich Backwerke einfach durch Biegen und Umdrehen der Silikonbackform ohne zusätzliches Einfetten lösen. Wichtig ist, dass die Form nicht durch scharfkantige Gegenstände wie Messer beschädigt wird.

Antihaftbeschichtung

Stahlformen mit Antihaftbeschichtung (üblicherweise Teflon) überzeugen durch die Möglichkeit des fettfreien Backens, denn durch die Beschichtung ist ein Einfetten meist nicht notwendig, die Backwerke lassen sich trotzdem lösen. Die Beschichtung ist allerdings nicht kratzfest, daher sollten keine scharfkantigen Küchenhelfer verwendet werden und die Formen sollten – auch, wenn sie die Spülmaschinenreinigung „überleben“ – zum Schutz der Teflon-Schicht per Hand gespült werden. Ihr Anschaffungspreis ist etwas höher als bei anderen Formen, dafür leiten sie Wärme gut weiter und eignen sich für die Zubereitung aller Kuchenarten.


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Kuchen im Glas – das ideale Mitbringsel

Die Gläser zunächst in kochendem Wasser sterilisieren und anschließend abtrocknen. Streichen Sie das Glas mit Öl aus, damit sich der Kuchen später einfach aus dem Glas lösen lässt. Die fertige Teigmischung (jeglicher Kuchenteig) bis zu 2/3 in das Dessertglas einfüllen.
Ab in den Ofen und genießen!


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